Wieviel nm / welches Drehmoment sollte ein Akkuschrauber haben?

Wieviel nm bzw. welches Drehmoment braucht ein Akkuschrauber?

Auch hier ist die Antwort wieder einfach und ich habe euch ein bisschen Recherche-Arbeit zum Thema „Drehmoment“ abgenommen. Anhand der Punkte unten könnt ihr euch schnell einen Überblick verschaffen.

#1 – Was bedeutet nm bzw. Drehmoment eigentlich?

Das Drehmoment ist eine physikalische Größe und wird in der Einheit nm (Newtonmeter) angegeben. Vereinfacht gesagt beschreibt das Drehmoment also die Kraft/ Power, mit der ihr schraubt oder bohrt.
Wer es genauer wissen möchte, findet auf Wikipedia ausführlichere Informationen.

#2 – Was bedeutet das Drehmoment beim Akkuschrauber?

Das ist relativ leicht erklärt: Je höher das Drehmoment ist, umso mehr Kraft ist gerade im Spiel. Zum Beispiel benötigt ihr ein niedrigeres Drehmoment, wenn ihr eine Schraube in weiches Holz drehen wollt und vermeiden möchtet, dass die Schraube zu tief im Holz versenkt wird. Wenn ihr hingegen ein Loch in hartes Holz oder eine Wand bohrt oder eine Schraube in härteres Material gedreht werden soll, braucht ihr mehr Power, also ein höheres Drehmoment.

#3 – Und welches Drehmoment brauche ich für was?

Hier gibt es keine starren Richtlinien und während der Arbeit muss man dann auch ein bisschen nach Gefühl gehen. Als grobe Richtung und damit ihr für den Kauf eine kleine Orientierung habt kann man aber sagen, dass es sich bei den Werten, die bei den Geräten angegeben werden, immer um das maximale Drehmoment handelt.

– Bei Mini-Akkuschraubern bewegt man sich da im Bereich von ca. 3 – 5 nm.
– Die klassischen Heimwerker-Geräte sind bei ca. 30 – 40 nm angesiedelt.
– Die Geräten für den professionelleren Einsatz finden sich etwa ab 40 nm aufwärts.

#4 – Was mache ich, wenn das Drehmoment zu groß ist?

Das ist in den meisten Fällen nicht so schlimm, denn am Bohr- bzw. Schraubfutter findet sich oft noch ein Ring  oder ein Schieber mit Zahlen von zum Beispiel 1 bis 20. Damit könnt ihr das Ganze ein bisschen anpassen. Das sind dann die Drehmomentstufen.

#5 – Was bedeuten die unterschiedlichen Drehmomentstufen?

Anhand der unterschiedlichen Drehmomentstufen könnt ihr das Drehmoment (die Bohr- bzw. Schraub-Kraft) an eure Bedürfnisse anpassen. Wollt ihr zum Beispiel ein leichtes Regal aus Weichholz zusammenbauen, dann empfiehlt sich eine niedrigere Drehmomentstufe. Wenn ihr die Stufe zu hoch wählt kann es passieren, dass ihr die Schraube quasi mit Volldampf und zu tief ins Holz eindreht. Der Kopf der Schraube liegt dann zu tief im Holz, und das sieht in den meisten Fällen einfach nicht schön aus. Also vorsichtshalber besser mit einer niedrigeren Stufe beginnen und im Bedarfsfall 1 oder 2 Stufen höher gehen. Mit ein bisschen Übung entwickelt man dafür aber eigentlich automatisch ein ganz gutes Gefühl.

#6 – Fazit

Das Thema Drehmoment (und Drehmomentstufen) ist bei der Auswahl des passenden Akkuschraubers sicher nicht außer Acht zu lassen. Fokussieren würde ich mich bei der Auswahl aber eher auf die Kenngröße Volt, die meiner Meinung nach wesentlich aussagekräftiger ist, wenn es darum geht, das passende Gerät für die zukünftigen Einsatzzwecke zu finden.
Hier weiterlesen zum Thema „Volt“